Wenn ich auf die Tabelle schaue, erkenne ich… – Kurvenstimmen zum Spiel gegen Leverkusen

Am Samstag gelang unseren Fohlen ein Sieg bei Bayer Leverkusen. Für viele Fans war es schon eine kleine Überraschung. An die Konkurrenz um die Champions League Plätze war es jedenfalls ein deutliches Ausrufezeichen. Wobei sich in den folgenden Wochen zeigen wird, wie stark die Leverkusener, mit dem neuen Trainer Peter Bosz wirklich sind. Eine schlechte Partie hat die Werkself, wie sie sich selber nennt, jedenfalls nicht gemacht. Mit 36 Punkten nach 18 Spielen können alle Fohlen jedoch mehr als zufrieden sein. 

In der letzten Saison war die Rubrik “Kurvenstimmen“ sehr beliebt und sorgte immer für einiges an Diskussionsstoff, weshalb wir uns dazu entschlossen haben, diese Rubrik in Zukunft wieder auf der Seite zu bringen. Im folgenden gibt es einige Stimmen der Fans zum Spiel in Leverkusen:

Dirk F.:

Eigentlich ist alles bestens. In Leverkusen gewonnen, Platz drei in der Tabelle und sowas nach 18 Spieltagen! Die Tabelle lügt bekanntlich nicht. Dennoch bereitet mir die Art und Weise dieses zweifellos sehr glücklichen Sieges einige Bauchschmerzen. Sicherlich gehören Glück und sogenannte „Dreckige Siege“ dazu, wenn man am Ende der Saison auch oben dabei sein möchte. Mir fällt allerdings nicht zum ersten Mal auf, dass immer noch eine gewaltige Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen besteht. Während wir im Moment zu Hause fast jedes Team an die Wand spielen können, sind wir in fremden Gefilden nur selten in der Lage, unsere Auftritte im Stil einer vermeintlichen Spitzen-Mannschaft zu gestalten oder zumindest öfter unter Druck für Entlastung durch eigenen Ballbesitz zu sorgen. Sicherlich ist das meinerseits „Meckern auf hohem Niveau“.

Werner W.:

Auch wenn der Sieg aufgrund der zweiten Halbzeit etwas glücklich war: drei Punkte sind drei Punkte! Insgesamt ein sehr positives Wochenende für unsere Borussia. Seien wir realistisch, mit den ersten beiden Plätzen haben wir auf Dauer nichts zu tun. Deshalb sind die Siege von Bayern und BVB wegen der Gegner Hoffenheim und Leipzig ideal für uns. Wenn wir nicht, wie leider im Vorjahr, total abbauen, dann sollte zumindest die Europa League erreichbar sein. An die Champions League wage ich noch nicht zu denken.

Denis W.:

Glück, wie ich es von einigen gehört habe, habe ich nur beim Pfostenschuss gesehen. Viele Bälle kamen genau auf Yann Sommer, weil auch die Abwehr es sehr ordentlich gemacht hat, zwar nicht jeden Zweikampf gewann, aber meist immer noch entscheidend stören konnte, so dass die gegnerischen Schüsse/Kopfbälle nicht so platziert kamen. Und wenn wir dort munter mitgespielt hätten, dann sage ich nur schaut mal auf das Pokalspiel (Leverkusen hat viele Spieler die mit freien Raum was anstellen können aber ohne diese Räume etwas überfordert sind) Am Ende zählen die drei Punkte! Ich hoffe nur die drei Punkte werden nicht wieder leichtfertig gegen die „kleineren“ hergeschenkt.

Wolfgang W.:

Wenn man auf die Tabelle schaut erkenne ich vor allem eins: Die Bundesliga hat stark an Qualität verloren weil alles weggekauft wird. Das wird sich die nächsten Jahre noch weiter verschlimmern. Gladbach profitiert hauptsächlich von den schlechten Leistungen der anderen. Wer mir erzählen will wie toll die Gladbacher spielen, hat den Überblick verloren und ist weit entfernt von jeder sachlichen Grundlage. Zugegeben hat Gladbach am Anfang der Saison starke Spiele gemacht, allerdings haben mich die letzten Spiele wieder an vergangene Saison erinnert. Mir ist es auch einfach unverständlich wie man ohne Druck teils kein Pass über fünf Meter an den Mann bringt. In einem Spiel klappt alles im nächsten Spiel sieht man Kreisklasse. Entweder fehlt die Konstanz bei den angeblichen Spitzenspielern oder es liegt am System Hecking. Normal ist das jedenfalls nicht u. ich denke das sollte man auch mal ansprechen.

Marcel R.:

Genau für solche Spiele wurde der Begriff „Dreckiger Sieg“ erfunden! Letztes Jahr hätten wir das Spiel ohne Leidenschaft 5,6,7:0 verloren, weil kein Spieler die Zweikämpfe angenommen hätte, Sommer den Bällen nur hinterhergeschaut hätte und wir keinen Stürmer hatten, der aus wenig einen Auswärtssieg macht.

Alex B.:

Also das sind jetzt drei Punkte gewesen, mit denen ich nicht unbedingt vorher so gerechnet habe. Deswegen bin ich natürlich auch zufrieden. Des weiteren finde ich, dass die Akteure auf dem Platz das Spiel schon ganz gut analysiert haben. Der Unterschied ist, dass wir einen Knipser in unseren Reihen haben!