Max Eberl zu Gast im Sport1-Doppelpass

Nach dem gestrigen 3:1 Erfolg über Werder Bremen war am heutigen Sonntag unser Sportdirektor Max Eberl zu Gast beim Sport 1-Doppelpass in München. Unter anderem war auch Stefan Effenberg zu Gast. Es wurde zum Beispiel über die derzeitige Situation um die deutsche Meisterschaft, unsere Borussia, Lucien Favre und den FC Bayern geredet. Wir haben im Folgenden einige seiner Aussagen zusammengefasst.

Max Eberl über…

…die aktuelle Situation der Borussia:

Natürlich gucke ich derzeit gerne auf die Tabelle. Es macht wahnsinnig Spaß den Jungs beim Fussball spielen zu zuschauen. Wir spielen gut und stehen aktuell berechtigt auf dem 2. Tabellenplatz. Wir hatten in letzter Zeit immer wieder Rückschläge, die wir gut gemeistert haben. Mit Rückschläge meine ich zum Beispiel die Spiele in Berlin, Freiburg und Leverkusen. Das wurde gut verarbeitet und es war überragend wie die Jungs jetzt gegen Düsseldorf und Bremen zurückgekommen bin.

…den Sieg in Bremen:

Wir sind sehr zufrieden, denn heutzutage ist es nicht einfach ein 3:0 über die Zeit zu bringen. Nachdem wir das 3:1 kassiert haben, hatten wir einige Momente wo wir nicht komplett hellwach waren. Ich finde es umso bemerkenswerter wie sich die Jungs dann danach wieder gefangen haben und das Ergebnis souverän über die Zeit gebracht haben.

…über den 23-Millionen Transfer von Alassane Plea:

Das Geld, was wir in die Hand genommen haben ist das eine, seine Tore sind das andere. Scheinbar passt es ja, dann ist mir das Geld auch egal. Die Scoutingabteilung hat da eine gute Leistung gezeigt und dann ist es mir auch leicht gefallen so viel Geld in die Hand zu nehmen. Und zur Info: Plea hat keine Ausstiegsklausel.

…über Dieter Hecking:

Derzeit haben wir beide große Freude uns zuzuschauen. Nach der letzten Saison wäre es das falsche gewesen den Vertrag zu verlängern. Wir selber und auch das Umfeld waren nicht komplett zufrieden. Bisher haben wir noch nicht miteinander geredet, aber auch das wird jetzt noch vor Weihnachten kommen. Wir werden die letzten Monate aufarbeiten, darüber sprechen und dann hoffentlich beide zum Ziel kommen, dass beide weiter machen wollen. Dieter strahlt derzeit eine Souveränität aus und wir sind sehr zufrieden, auch gerade nachdem was im letzten Sommer passiert ist.

…über die Nachbearbeitung der letzten Saison:

Das Trainerteam und ich haben uns nach der letzten Saison offen zusammengesetzt und es haben beide gemerkt, dass sich etwas ändern muss. Das 442-System von Lucien Favre war vielleicht nicht mehr das richtige für uns. Als dann der Transfer von Plea bekannt wurde, wurde geschaut wie dieser neuer Typ an Spieler in das System passt und da muss ich die Trainer wirklich loben, denn das hat sehr gut funktioniert. Außerdem wurde genau auf den Kader geschaut und es werden auch mal neue Sachen ausprobiert, wie zum Beispiel, dass Jonas Hofmann und Neuzugang Neuhaus auf der Acht spielten.  Da einige Spieler durch Turniere im Sommer weg waren, hat sich das in der Vorbereitung so angeboten und es klappt herausragend. Ich freue mich auch, dass so einfache Dinge wie eine neue Ecken-Variante funktioniert.

…über die Konkurrenzsituation im Kader:

Es macht derzeit viel Spaß zu arbeiten. Jeder will seine absolute Höchstleistung bringen, denn passiert das nicht, sitzt ein Spieler vielleicht auch mal auf der Bank oder auf der Tribüne. Jeder stellt sich in den Dienst der Mannschaft, denn alle merken, dass in Gladbach etwas entsteht. Das zu moderieren ist eine neue Aufgabe für uns.

…über den Ex-Borussia Trainer Lucien Favre, der der Borussia (uns) die Favoriten-Rolle zugeschoben hat:

Ich habe schon damals gesagt, dass man jedem Verein gratulieren muss, der Lucien als Trainer bekommt. Er bringt einfach eine klasse Leistung.  Das war bei uns und in Nizza so und ist auch jetzt in Dortmund so. Er ist nicht einfach, z.B. wenn es um die Kaderplanung geht.

…über die Ex-Borussen Marco Reus:

Natürlich würde ich es ihm gönnen die Meisterschaft zu holen. Reus ist ein wahrer Kapitän dieser Mannschaft. So war er damals bei uns nicht. Er ist ein Mann geworden. Ein Leader. Für mich ist er derzeit der beste deutsche Spieler. Er zeigt wie es funktionieren kann, wenn du am Boden liegst, wieder aufstehst und dann so abzuliefern.

…über die aktuelle Situation der Bayern und dessen Kader:

Vielleicht fehlt den Bayern dieses Jahr diese absolute Gier nach der deutschen Meisterschaft. Sie haben jetzt sechs mal in Folge den Titel geholt, da ist es doch normal, dass irgendwann eine Phase kommt, wo es mal nicht komplett rund läuft.

Irgendwann muss man als Manager erkennen, wann man mal einen Strich setzen muss und etwas am Kader ändern muss. Das ist bei Bayern derzeit eine sehr schwierige Situation. Bayern hat sich bewusst vor der Saison dafür entschieden einen kleinen, aber hoch qualitativen Kader zu haben. Dann haben sie derzeit ein wenig Verletzungspech und schon sieht man, dass es nicht mehr so rund läuft. Aber wie es bei den Bayern genau abläuft, kann ich nicht sagen, denn dafür bin ich zu weit weg.

…über Beyer und Doucoure

Louis Jordan Beyer ist in der Vorbereitung zur Mannschaft gestoßen, hat auch die ersten Pflichtspiele gemacht und eine gute Leistung gezeigt. Das war der Grund für uns, warum wir in der Defensive keinen weiteren Transfer mehr getätigt haben. Doucoure ist jetzt auch endlich bei der Mannschaft und durfte ein wenig in der U23 spielen. Für uns sind beide ein fester Bestandteil des Teams.